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Die dunkle Nacht der Seele

Aktualisiert: 16. Okt. 2021

Ich habe mich selbst verlassen

Die dunkle Nacht der Seele ist der Beginn deines spirituellen Wachstums. Da der Mensch per se ja bequem ist und sich nur ungern aus seiner Komfortzone rausbringen lässt, sehe ich die dunkle Nacht der Seele sozusagen als ultimativen Wink mit dem Zaunpfahl, dass es Zeit ist, etwas zu verändern.


Du musst nicht alleine durch diesen Prozess! Ich begleite dich gerne auf deiner Reise durch die Dunkle Nacht der Seele, denn ich habe sie mehrmals selber durchlebt und kann dir deshalb zeigen, wie du dich daraus neu erschaffen kannst.


Nicht alle erleben diese Phase gleich intensiv. Bei mir war sie jedenfalls mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl der geistigen Welt, obwohl ich bereits zuvor schon mich mit meiner spirituellen Entwicklung auseinandergesetzt hatte. Ich hatte auch schon früher sogenannte „Turm-Momente“ (angelehnt an die Turm-Karte im Tarot), die mich dazu brachten, meine Mauern niederzureissen und auf mein Herz resp. meine Seele zu hören. Aber auch ich fiel immer wieder ins alte Fahrwasser zurück und verschloss mich vor der (Selbst-)liebe und liess mein Ego über mich regieren.


Die Kraft hinter dieser dunklen Reise ist das, was viele Mystiker und Religionsgelehrte als "Tod des Egos" bezeichnen. Dieser Tod muss wenigstens teilweise geschehen, damit deine Seele wiederbelebt werden kann. In gewissem Sinne ist die Dunkelheit eine Leere, aus der du zu einem höheren, spirituell ausgerichteten Bewusstsein – ein neues Selbst – wieder geboren wirst.


Die dunkle Nacht der Seele ist ebenso kompliziert wie simpel. Es ist ein Paradox in seiner wahrsten Form. Du musst die Dunkelheit umarmen, um das Licht zu finden. Dein Ich, dein Ego muss sterben, damit deine Seele wieder leben kann. Du musst grosse Verluste erleben, damit du alles gewinnen kannst. Du musst deinen Weg verlieren, damit du anfangen kannst, deinen wahren Weg zu gehen. Du musst dich selbst verlassen, um dich selbst zu finden.


Die dunkle Nacht der Seele ist dein spirituelles Erwachen. Es gibt viele Trigger, die diesen Prozess anstossen können: traumatische Erfahrungen wie ein schwerer Unfall, Verlust eines geliebten Menschen, schwere Krankheit, Arbeitsplatzverlust, Burnout, plötzliches Verlassen werden von einem geliebten Menschen etc.


Bei mir reichte ein einziger Satz meines Twins, um den freien Fall ins Nichts anzustossen. Dieser eine Satz brachte mein gesamtes, mühsam zusammengebasteltes Kartenhaus zum Einstürzen; reichte, um einen Turm-Moment im Ausmass eines Supergaus auszulösen. All meine mühsamst zusammengeflickten Wunden wurden wieder aufgerissen, sämtliche alte Verletzungen, Ängste, Glaubenssätze, an denen ich jahrelang zuvor schon gearbeitet hatte, kamen alle auf einmal zusammen wieder hoch. Ich war ein Nichts, ich stand vor dem Nichts, ich wusste nichts mehr. Meine verarbeitet gemeinte Begegnung mit einem karmischen Partner ein paar Jahr zuvor, der genau diese Themen auch schon angetriggert hatte, erlebte ich nun nochmals - einfach mit zehnfacher Wucht.


Ich habe Schmerzen empfunden, von denen ich glaubte, sie nicht aushalten zu können. Ich habe geweint, geschrien, gebettelt. Ich lag in Embryo-Stellung im Bett mit Krämpfen geschüttelt, lag auf dem Boden, versuchte mir die Haare auszureissen, nur damit dieser Schmerz aufhört. Ich habe mir wörtlich die Seele aus dem Leib geschrien und das Herz aus der Brust gerissen. Ich habe gefleht, gebettelt, die geistige Welt um Hilfe angerufen, damit das alles endlich ein Ende hat – monatelang. Ich habe meine sozialen Kontakte auf ein Minimum eingeschränkt, weil ich mir bewusst war, dass ich nicht mehr gesellschaftsfähig bin und ich die wenige Kraft, die ich noch hatte, für die Arbeit brauchte. Ich konnte nicht mehr essen, habe schlecht geschlafen oder gar nicht geschlafen, war noch sensibler als zuvor und hatte das Gefühl, dass mein Herz nur noch eine einzige riesige klaffende Wunde ist. Ich hatte wörtlich physischen Herzschmerz.


Die dunkle Nacht der Seele triggert so ziemlich jeden Schmerzpunkt. Und sie drückt nicht bloss den Finger auf den Punkt, nein, sie drückt so lange in die Wunde, bis du schreiend nachgibst, weil du nicht mehr weisst, wer du bist. Bis du nicht mehr weiter weisst.


Aber irgendwann fängst du an zu heilen. Du fängst an zu heilen an dem Punkt, wenn du dich darauf besinnst, wer du eigentlich bist. Wenn du den Schmerz und deine Gefühle endlich zulässt. Wenn du jedes Urteil aufgibst, das du über dich und deine Umwelt fällen willst. Wenn du Verantwortung für dich übernimmst. Für Deine Wunden, für Dein Leben. Wenn du dich heilst, wenn du die Waffen gegen dich selber fallen lässt und du Frieden mit dir selbst schliesst. Wenn du den Schalter umlegst und die Zügel wieder selbst in die Hand nimmst. Bis du dich vom Opfer zum Schöpfer meisterst. Bis du endlich deiner Seele zuhörst. Ab diesem Punkt lichtet sich auch die dunkle Nacht der Seele und du kannst wieder auferstehen.


Was passiert in der dunklen Nacht der Seele?


Die dunkle Nacht der Seele ist der Raum zwischen dem, wer du warst und wer du werden wirst.

Du musst dein altes Selbst vollständig loslassen, um ein erwachtes Selbst anzunehmen. Wenn du dein altes Selbst aufgibst, wirst du in die Dunkelheit eintreten, wo das "alte du" entfernt und das "neue du" gebaut wird. Auch wenn es sich zuerst vielleicht nicht so anfühlt, wirst du wieder ganz werden. Aber zuerst musst du auseinanderfallen.


Während deiner Reise wirst du dich fühlen, als ob du von Gott und der Welt verlassen worden bist. Du wirst eine erbärmliche Leere spüren, die dir das Gefühl gibt, von deiner eigenen Lebenskraft abgeschnitten worden zu sein. Darum geht es in der Dunkelheit. Es ist Seelenarbeit in ihrer reinsten Form.


In der Dunkelheit wirst du dich fühlen, als ob du absolut verrückt wirst. Alles, was du jemals über das Leben wusstest oder meintest zu wissen, wird in Frage gestellt. Die Bausteine, wer du als Mensch bist, werden stürzen und auseinanderfallen. Du wirst dich verwirrt, wütend, verzweifelt, hilflos und hoffnungslos fühlen. Paradoxerweise ist es während dieser kognitiven Dissonanz, dass die Dinge beginnen, für dich zum ersten Mal Sinn zu machen.


Wie du erkennen kannst, ob du durch die dunkle Nacht der Seele gehst


Viele verwechseln diese Erfahrung mit einer klinischen Depression – und das aus gutem Grund: Die dunkle Nacht der Seele reicht in den Kern deines Wesens und erfüllt dich mit einer qualvollen Form der Traurigkeit. Sie scheint aus dem Nichts zu kommen und fühlt sich an, als würde sie nie wieder gehen. Sie imitiert alle Symptome der Depression.


Möglicherweise treten einige dieser "Symptome" auf:


  • Extreme Traurigkeit ohne Erklärung, warum du traurig bist

  • Unkontrollierbares Weinen

  • Ein Gefühl der Leere

  • Motivationsverlust bei Aktivitäten, die dir sonst Spass machen

  • Appetitlosigkeit oder das Gegenteil davon (Binge-eating)

  • Schlaflosigkeit oder zu viel Schlaf

  • Keine Lust auf Sex und Libido-Verlust

  • Verstärkter Konsum von Drogen oder Alkohol

  • Die Notwendigkeit, sich aus sozialen Beziehungen zurückzuziehen und der Wunsch nach Isolation

  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

  • Albträume

  • Körperschmerzen, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme

  • Gefühle der Wertlosigkeit

  • Lethargie


Viele Menschen suchen während dieser Erfahrung die Hilfe eines Psychologen oder Psychiaters. Sie werden fälschlicherweise mit Depressionen diagnostiziert und werden in der Regel Antidepressiva erhalten. Das Problem liegt aber nicht in deinem Kopf. Es ist in deiner Seele. Deine Situation ist nicht das Ergebnis einer Krankheit. Es geschieht, weil du im Prozess einer unglaublich schmerzhaften spirituellen Transformation bist.


Wenn du durch die Dunkle Nacht der Seele gehst, wirst du einige dieser Erfahrungen haben:


  • Du hast keine Ahnung, was mit dir geschieht oder warum

  • Du beginnst, dein eigenes Wesen in Frage zu stellen (Warum bin ich hier?)

  • Du denkst, dass deine berufliche Karriere nicht ihrem "höheren Zweck" entspricht

  • Du hast das Gefühl, dass du deinen Glauben verlierst (wenn du eine spirituelle oder religiöse Person bist)

  • Du beginnst zu denken, dass es vielleicht einen Gott gibt (wenn du Atheist oder Agnostiker bist)

  • Du hast das Bedürfnis, dich von Menschen zu trennen, welche dir nicht mehr gut tun

  • Du beschäftigst dich vermehrt mit philosophischen und spirituellen Themen auf der Suche nach einer neuen Wahrheit


Natürlich erlebt jeder die Dunkle Nacht der Seele anders. Wir alle kommen mit unseren eigenen einzigartigen Umständen in die Dunkelheit, die gelöst werden müssen. Was für mich wahr ist, muss für dich keine Gültigkeit haben.


Wenn du allerdings NICHT das Gefühl hast, dass es einen starken spirituellen Aspekt deines aktuellen Zustands gibt, könntest du ebenso an Depressionen leiden. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du dann unbedingt einen Arzt konsultieren. Die dunkle Nacht der Seele ist ein spiritueller Transformationsprozess, der eine spirituelle Lösung erfordert. Depressionen sollten dagegen von psychiatrischem Fachpersonal behandelt werden.

Navigieren in der dunklen Nacht der Seele: Überlebensführer



1 Informiere dich über die Dunkle Nacht der Seele


Je mehr du über die Dunkle Nacht der Seele weisst, desto besser wird es dir gehen. Die meisten Menschen haben nichts von diesem Aufstieg zum höheren Bewusstsein – zum sogenannten spirituellen Erwachen - gehört. Sie bleiben im unteren Schwingungsenergiefeld des Alltagslebens stecken. Sie gehen nie über die Routine "go-to-work-come-home-pay-bills-repeat" hinaus, an die sich viele von uns gewöhnt haben. Es gibt so viel mehr im Leben als das!


2 Hole dir Hilfe


Du musst da nicht alleine durch! Vertraue dich Freunden an, von denen du denkst, dass sie dir helfen können. Oder suche dir Begleitung bei einem Coach, der mit diesem Thema vertraut ist. Ich begleite dich sehr gerne auf deinem Weg, denn ich war auch dort, wo du jetzt vielleicht stehst. Dies gilt, wenn du eine tatsächliche klinische Depression ausschliessen kannst (siehe oben).


3 "Surrender And Trust The Process"


Die meisten Menschen hören das Wort "Surrender" und assoziieren den Begriff mit Schwäche. Sie denken an einen Soldaten, der sich dem Feind ergibt. "Surrender" meint allerdings "den Kampf aufzugeben". Es gibt einen Frieden in der Kapitulation; eine Ruhe inmitten eines Sturms.


Oft bekämpfen wir den Prozess des Wandels bis zur Erschöpfung. Dann, blutig und geschlagen, brechen wir in dem zusammen, was sich wie eine Niederlage anfühlt. Aber die Wahrheit ist, wenn wir aufhören zu kämpfen, positionieren wir uns, um mit etwas belohnt zu werden, das für uns die ganze Zeit besser war.


Das bedeutet: um zu gewinnen, musst du aufhören zu kämpfen und dich dem Prozess hingeben. Alles in dir wird die Transformation bekämpfen wollen. Du wirst mit aller Macht versuchen, es wegzuschieben und zu verdrängen. Aber je mehr du dies tust, desto schmerzhafter wird es. Es ist die Ironie der Ironie. Sobald du loslässt und dem Prozess vertraust, wirst du Freiheit finden.

4 Sei freundlich und liebevoll zu dir selbst


Während der Dunklen Nacht der Seele ist es leicht, sich selbst zu verprügeln und unfreundlich zu sich selbst zu sein. Du wirst denken, dass etwas mit dir nicht stimmt. Sei nährend, verständnisvoll und geduldig mit deinen Umständen.


5 Gib dir die Erlaubnis dort zu sein, wo du gerade bist


Der Schmerz und die Qual zerren an deinen Kräften. Dies wird dich Glauben machen, dass du alles in deiner Macht Stehende tun solltet, um ihnen zu entkommen. Denke aber daran, dass dein Schmerz einen Zweck hat.


6 Fange an zu meditieren


In der Stille der Meditation wirst du viele Antworten auf deine Fragen finden. Wenn dir das Meditieren schwer fällt, so beginne mit geführten Meditationen, die dir helfen, den Fokus zu behalten.


7 Bewege dich


Du musst nicht gleich damit beginnen, einen Marathon zu laufen oder täglich ins Fitness-Center zu gehen, um Arnold Schwarzenegger zu werden. Es reicht völlig aus, mehrere Tage pro Woche raus in die Natur zu gehen. Spazierend, radfahrend, walkend, joggend oder was dir auch immer gefällt. Wichtig ist, dass du in die Natur gehst, in Bewegung bleibst und dich regelmässig erdest!


8 Höre Musik, die dir gut tut

Und tanze und singe dazu, wenn dir danach ist.


9 Sehe auch das Positive


Ein grosser Teil dieses Prozesses besteht darin, die negativen Erfahrungen, die du in deinem Leben gemacht hast, zu verarbeiten. Du wirst die Traumata der Vergangenheit noch einmal Revue passieren lassen, die Art und Weise, wie du aufgewachsen bist, neu bewerten, dich mit der Realität auseinandersetzen wollen, wer deine Eltern sind, welche Verstrickungen dich an deine Familie binden und eine Bestandsaufnahme deiner (gescheiterten) Beziehungen sowie Misserfolge machen.


Aber während du durch die Dunkelheit flowtest, solltest du auch eine Bestandsaufnahme deiner "Vermögenswerte" vornehmen. Damit meine ich nicht deine Automarke oder den Wert deines Hauses. Ich spreche von deinen inneren Stärken und bewundernswerten Qualitäten. Ich beziehe mich auf die Zeiten in deinem Leben, wo du stolz auf dich warst.

Die meisten von uns neigen dazu, sich nur auf das Negative zu konzentrieren. Wir erinnern uns an unsere peinlichsten Momente, schämen uns für unsere Unzulänglichkeiten. Oft übersehen wir unsere Erfolge völlig.


Nimm dir deshalb während dieses Prozesses Zeit, um über alles nachzudenken, was gut für dich ist. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass du viel mehr Güte für dich in dir hast, als du bisher geglaubt hast.


Nimm gerne mit mir Kontakt auf, wenn du mich von dir durch diese Nacht begleiten lassen möchtest. Ich helfe dir dabei, deine innere Stärke und Ressourcen (wieder) zu erkennen und deinem Leben eine neue Richtung zu geben.


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© 2021 Regina Voegelin